14.01.2015

SPD Piding nimmt Stellung zur Autobahndiskussion

Bild: SPD Piding Logo
Ausbau mit Augenmaß statt Billiglösung
Auch während der Feiertage hat die Diskussion über den Ausbau der Autobahn A 8 im Bereich der Gemeinde Piding hohe Wellen geschlagen. Deswegen hat sich der Vorstand der SPD-Ortsvereins Piding zu einer kurzen Bestandsaufnahme und Positionsbestimmung nach der Informationsveranstaltung der Autobahndirektion und der Sondersitzung des Gemeinderats getroffen.

Der im Dezember neu gewählte Ortsvorsitzender Dieter Schaefer erinnerte dabei an den Einsatz des Ortsvereins auf allen Ebenen für einen Högltunnel, der auch von der Kreistagsfraktion der SPD unterstützt wurde. „Wir haben uns für die aus unserer Sicht beste Variante stark gemacht, die für alle Pidinger Bürgerinnen und Bürger die größte Entlastung mit sich gebracht hätte“, führte Dieter Schaefer aus. Es sei schade, dass man mit dieser Forderung auch aufgrund der fehlenden Einigkeit aller betroffenen Gemeinden kaum durchgedrungen sei.

Als äußerst aufgeladen beschrieb Gemeinderat Helmut Grünäugl die Stimmung nach der Sondersitzung des Gremiums. Trotzdem gehe es nicht an, dass einzelne Gemeinderäte aufgrund ihrer Haltung persönlich angegriffen werden und ihnen Egoismus unterstellt wird. „Wir alle haben einen Amtseid geleistet, der uns auf das Wohl der gesamten Gemeinde verpflichtet“, so Helmut Grünäugl.

Er habe nie ein Hehl aus seiner Ablehnung der Nordumfahrung gemacht, ergänzte sein Kollege Markus Schlindwein. „Es ist meine feste Überzeugung, dass wir im Interesse der gesamten Gemeinde eine bessere Lösung finden können und müssen“, stellte er fest. Selbstverständlich müsse es aber in jeder Variante um den bestmöglichen Schutz der Bürgerinnen und Bürger gehen. Allerdings dürfe das nicht das einzige Thema der Gemeindepolitik bleiben: „Im Bürgermeister- und Gemeinderatswahlkampf sind wir mit einem klaren Programm angetreten, dass als Schwerpunkte unter anderem hochwertige Bildung und Betreuung in der Gemeinde, guten und bezahlbaren Wohnraum und eine nachhaltige Ortsentwicklung hat. Und daran werden wir auch in den nächsten Jahren gemeinsam arbeiten“, erklärte Markus Schlindwein.

Als bedauerlich bezeichneten die beiden SPD-Gemeinderäte, dass in der Trassendiskussion die Frage eines Ausbaus mit Augenmaß zu kurz kommt. Sie erinnerten an das Engagement der heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Bärbel Kofler für einen vierspurigen Ausbau mit zwei Standstreifen und optimalem Lärmschutz. Mit einer solchen Festlegung wären auch verträgliche Lösungen mit Absenkung der Trasse und weitgehender Einhausung besser finanzierbar, zeigte sich Dieter Schaefer überzeugt. Er war sich mit Helmut Grünäugl und Markus Schlindwein einig, dass die derzeitigen Ausbauplanungen in beiden Varianten nicht akzeptabel sind. Piding brauche aufgrund der starken Betroffenheit ebenso wie beispielsweise Frasdorf statt einer Billiglösung eine dauerhafte Entlastung. Dafür werde man sich weiter auf allen Ebenen einsetzen.




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