05.07.2015

SPD Piding für mehr barrierefreie Haltestellen

Bild: Barrierefreiheit SPD Piding
Antrag auf der Grundlage von Kreis-Studie auf den Weg gebracht
Mehr barrierefreie Haltestellen in Piding: dieser Forderung will die SPD Piding Nachdruck verleihen und mit einem Antrag im Gemeinderat voranbringen. Bei einem Treffen des SPD-Ortsvereins in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt im Haus der Vereine stellte Kreisrat Roman Niederberger die Ergebnisse einer vom Landkreis in Auftrag gegebenen Studie vor.

In der von der Firma BPR erstellten Studie werden die Bushaltestellen Petersplatz, Marzoller Weg, Sparkasse, Rupertistraße und Salzstraße benannt, für die Maßnahmen für eine bessere Barrierefreiheit sinnvoll sind. Angegeben werden auch die konkret erforderlichen Veränderungen und die damit verbundenen Kosten, erläuterte Roman Niederberger. Die höchste Priorität wird von den Autoren der Studie der Haltestelle Rupertistraße unter anderem aufgrund der Nähe zum Heilpädagogischen Zentrum bzw. der Rupertusschule zugewiesen.

In der Diskussion erinnerte Gemeinderat Helmut Grünäugl daran, dass der Bahnhof Piding 2016 barrierefrei umgestaltet werden soll. „Dieser Schritt ist auf alle Fälle zu begrüßen. In der Studie wird das Bahnsteiggelände völlig zu recht als dringend sanierungsbedürftig bezeichnet. Auch die Fahrradständer müssen dringend erneuert und neu gestaltet werden“, führte er aus. Der dann völlig niveaugleiche Ein- und Ausstieg am Bahnsteig sei nicht nur für Rollstuhlfahrer und ältere Menschen, sondern auch für Eltern mit Kinderwägen und Radfahrer ein Fortschritt.

Barrierefreiheit gebe es nicht zum Nulltarif, waren sich die Mitglieder des Ortsvereins in der weiteren Besprechung einig. Verbesserungen an den Pidinger Bushaltestellen wie zusätzliche Sitzgelegenheiten, Überdachungen und Papierkörbe kämen aber nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern allen Fahrgästen zugute. Auf Dauer führe aufgrund der demographischen Entwicklung auch kein Weg an teureren Baumaßnahmen wie der Höhenangleichung vorbei. „Mobilität für alle ist immer auch ein Stück sozialer Teilhabe und für uns als Sozialdemokraten deshalb ein zentrales Thema“, machte Wolfgang Lindner in der Diskussion deutlich.

Wichtig sei bei dem Thema vor allem eine konkrete Planung, die auf der Grundlage der Empfehlungen der Studie Prioritäten setzt und einen verbindlichen Zeitplan für die Umsetzung aufstellt, zeigte sich Gemeinderat Markus Schlindwein überzeugt. Um möglichst rasch zu Entscheidungen zu kommen und auch die vom Kreis in Aussicht gestellte Unterstützung in Anspruch nehmen zu können, werden die beiden Pidinger SPD-Gemeinderäte einen entsprechenden Antrag einbringen.


Foto:
Beschäftigten sich intensiv mit der Studie zu barrierefreien Haltestellen in Piding (von links nach rechts):
Markus Schlindwein (Gemeinderat), Roman Niederberger (Kreisrat), Helmut Grünäugl (Gemeinderat)




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