31.07.2016

Den sozialen Zusammenhalt stärken

Bild: Susanne Aigner SPD Piding
SPD Piding disktutierte mit Susanne Aigner über Landespolitik
„Sozialer Zusammenhalt. Miteinander. Füreinander“ - unter diesem Motto stand der Landesparteitag der BayernSPD, der am 16. Juli im Amberg stattfand. Als Delegierte der SPD Berchtesgadener Land hat daran die stellvertretende Kreisvorsitzende Susanne Aigner teil-genommen, die jetzt bei einer Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Piding im ´Haus der Vereine´ die Ergebnisse und die weiteren sozialdemokratischen Schwerpunkte auf Landesebene vorgestellt hat.

Kommunale und regionale Themen stehen bei der SPD Piding meistens im Mittelpunkt; trotzdem lasse man die „große Politik“ nicht aus den Augen, erklärte der Vorsitzende der SPD Piding Dieter Schaefer in seiner Begrüßung. „Auch die Landespolitik hat unmittelbare Auswirkungen auf die Lebensqualität in unserer Gemeinde, wie man am Beispiel Bildung und Betreuung gut sehen kann“, machte er deutlich.

Susanne Aigner stellte in ihrem Beitrag vor allem den Leitantrag vor, der bei dem SPD-Parteitag in Amberg einstimmig verabschiedet wurde. Sie begrüßte den Ansatz, eine verständliche Sprache zu wählen und sich auf vier Schwerpunkte zu konzentrieren: Arbeit, Familie, Wohnen und Integration. „Nachdem wir im Berchtesgadener Land schon früh gutes und bezahlbare Wohnen in den Mittelpunkt der SPD-Arbeit gerückt haben, freue ich mich über den Rückenwind der Landespartei bei diesem Thema“, führte die 39-jährige Sozialarbeiterin aus. Mit einer Stärkung der Wohnungsbaugenossenschaften, einer neuen staatlichen Wohnungsbaugesellschaft und einer Stärkung der Nahversorgung will die BayernSPD für Rückenwind beim Wohnungsbau sorgen. Als besonders für das Berchtesgadener Land interessanten Ansatz stellte Susanne Aigner eine Förderung für den nachträglichen Einbau von Aufzügen in Altbauten dar: Gerade in unserem Landkreis sei der demographische Wandel auch eine Herausforderung für die neue Gestaltung von Wohnraum.

Auch aus persönlicher Erfahrung als Mutter von drei Kindern begrüßte die Referentin den Schwerpunkt „Zeit für Familie“. Die BayernSPD hat sich geschlossen für den Vorschlag der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig für eine Familienarbeitszeit und einen weiteren Ausbau der Betreuungsangebote ausgesprochen. „Für mich ist besonders eine bessere Anerkennung der Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern mit guter Bezahlung und anständigen Arbeitsbedingungen wichtig. Von qualifizierten und guten Mitarbeitern profitieren im Bildungs- und Betreuungswesen alle: Kinder, Eltern und Beschäftigte“, machte sie deutlich.

In der anschließenden Diskussion betonte der Pidinger SPD-Gemeinderat Helmut Grünäugl die Rolle der Gemeinden und Städte bei allen sozialen Belangen. „Der soziale Zusammenhalt vor Ort braucht eine gute Daseinsvorsorge und finanziell leistungsfähige Kommunen - da kann der Freistaat noch einiges bewegen“, zeigte er sich überzeugt. Sein Fraktionskollege Markus Schlindwein forderte deshalb, bei wichtigen Projekten wie schnellem Internet, gutem öffentlichen Nahverkehr und ärztlicher Versorgung die ländlichen Regionen nicht abzuhängen-gen.

Auf den Schwerpunkt „Gute Arbeit für alle“ kam anschließend Dieter Schaefer zu sprechen. Er begrüßte die ablehnende Haltung des Parteitags zum Freihandelsabkommen CETA und sah mit den neuen Entwicklungen in der Arbeitswelt große Herausforderungen auf Sozialdemokratie und Gewerkschaften zukommen. „Wenn ´Arbeit 4.0´ bedeutet, das mit ein paar Dutzend Mitarbeitern hohe Millionenumsätze erzielt werden können, sind wir mehr denn je gefordert“, meinte der Kreisvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Als einen weiteren wichtigen Baustein für ein gelungenes soziales Miteinander bezeichnete Susanne Aigner die Inklusion, also das gleichberechtige Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Roman Niederberger erinnerte daraufhin an den Besuch der heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Bärbel Kofler im HPZ Piding und kündigte an, noch dieses Jahr eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zu diesem Thema in Piding zu organisieren.

Foto: Der Vorstand der SPD Piding bedankte sich bei Susanne Aigner für ihren spannenden Vortrag (von links nach rechts):
Susanne Aigner (stv. Vorsitzende SPD Berchtesgadener Land), Dieter Schaefer (Vorsitzender SPD Piding), Helmut Grünäugl (SPD-Gemeinderat), Markus Schlindwein (SPD-Gemeinderat)


Helmut Grünäugl Markus Schlindwein Susanne Aigner Dieter Schaefer 

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