24.01.2017

Steiniger Weg zum neuen Feuerwehrhaus

Bild: FFW SPD 2017
SPD Piding zu Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr
Ein unverzichtbarer Bestandteil der Daseinsvorsorge mit einer ganz eigenen Struktur zwischen öffentlich-rechtlichem Auftrag und Vereinstätigkeit: so stellte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Piding Rainer Holzner bei einem Besuch des SPD-Ortsvereins den Aufgabenbereich seines Verbandes vor. Die Anforderungen an ein neues Feuerwehrhaus in Piding und der aktuelle Stand der Suche nach einem geeigneten Grundstück kamen dabei ebenso zur Sprache wie die Herausforderungen einer modernen FFW.

Der SPD-Ortsvorsitzende Dieter Schaefer bedankte sich zunächst für die Gelegenheit, das derzeitige Feuerwehrhaus von innen kennenzulernen und sich vor Ort über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. Begleitet wurde er von SPD-Gemeinderat Markus Schlindwein und dem SPD-Kreisvorsitzenden und Kreisrat aus Piding Roman Niederberger. „Mit über 70 aktiven Mitgliedern, 12 jungen Leuten in Ausbildung und einer starken Unterstützung durch unsere Fördermitglieder sind wir gut aufgestellt“, berichtete Rainer Holzner in seiner Vorstellung der FFW. Trotzdem sei es wie in anderen Feuerwehren auch eine Herausforderung, die Tagesalarmstärke zu allen Zeiten bereitzustellen. „Wir brauchen aktive Mitglieder, die tagsüber im Ortsbereich arbeiten und die Bereitschaft der Arbeitgeber, Einsätze während der Arbeitszeit auch zu akzeptieren“, führte er aus.

Insgesamt hat die FFW Piding im Jahr zwischen 60 und 80 Einsätzen zu bewältigen, wovon ungefähr ein Drittel tagsüber stattfinden. Auf Nachfrage von Roman Niederberger erklärte der Kommandant, dass nur ein relativ geringer Anteil von ca. 10 bis 15 Einsätzen im Zusammenhang mit der Autobahn A 8 stehen. Bei einer Führung durch das alte Feuerwehrhaus, die vom Dachstuhl bis in den Keller ging, wurden den Besuchern anschließend die bestehenden Schwierigkeiten deutlich vor Augen geführt: von der Abmessung der Tore über die fehlende Abgasabsaugung bis zu Schimmelbildung und fehlender Isolierung reichte die Liste der Probleme. Rainer Holzner händigte den Besuchern auch eine Stellungnahme des Bezirks Oberbayern von 2012 aus, in der weitere Schwierigkeiten wie der fehlende Übungsplatz und die Stellplatzsituation angesprochen werden.

„Es war auf alle Fälle die richtige Entscheidung, dem Neubau des Feuerwehrhauses den Vorrang gegenüber einem neuen Rathaus zu geben“, erinnerte Markus Schlindwein an den entsprechenden Beschluss des Gemeinderats. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück gestalte sich aber weiter sehr schwierig. „Die geringe Zahl an Flächen im Eigentum der Gemeinde schränkt uns stark ein“, war er sich mit Dieter Schaefer einig.
Niemand sei daran gelegen, die Situation zu dramatisieren, erklärte der FFW-Kommandant. Allerdings ziehe sich die Suche nach einer Lösung trotz zahlreicher Bekenntnisse aus allen Fraktionen im Gemeinderat schon über lange Jahre hin, in denen anstehende Investitionen aufgeschoben werden. Entscheidende Punkte bei der Auswahl eines Standorts seien für ihn die gute Erreichbarkeit aus dem ganzen Ortsgebiet, ausreichende Übungs- und Stellplatzflächen und die Verträglichkeit gegenüber der Nachbarschaft.
Einen weiteren Grund dafür, jetzt schnell eine zeitnahe Lösung anzupacken, ergänzten die Gäste von der SPD: gute Steuereinnahmen, die gebildeten Rücklagen und ein niedriger Zinssatz bildeten gute Voraussetzungen für eine solche Investition. Es sei aber unklar, ob sich dies auch in einem Jahr oder später noch so darstelle.

Nachdem vom Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion Helmut Grünäugl gemeinsam mit Vertretern der anderen Gruppierungen bereits im alten Jahr eine zügige Lösung angeschoben wurde, werde man auf alle Fälle in 2017 am Ball bleiben, sagte Markus Schlindwein zum Abschluss des Besuchs zu. Die Feuerwehr brauche als zentraler Baustein der kommunalen Daseinsvorsorge gute Rahmenbedingungen, um ihren wichtigen Auftrag erfüllen zu können, war er sich mit seinen Kollegen von der SPD Piding einig.

Foto: FFW-Kommandant Rainer Holzner (links) im Gespräch mit dem SPD-Ortsvorsitzenden Dieter Schaefer (Mitte) und Gemeinderat Markus Schlindwein (rechts)




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