12.06.2007

Neuwahlen bei SPD Piding: Helmut Grünäugl neuer stellvertretender Vorsitzender

Bild: Vorstand SPD Piding
Die Wahl eines neuen Vorstands und eine Diskussion über Klimaschutz und Kommunalpolitik: dies waren die Schwerpunkte der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Piding. Der Ortsvorsitzende Roman Niederberger konnte in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt neben vielen interessierten Mitgliedern des Ortsvereins als Gäste auch die Fraktionsvorsitzende der SPD im Bad Reichenhaller Stadtrat Elli Reischl und den Pressesprecher der SPD Berchtesgadener Land Ulrich Scheuerl begrüßen.

In seinem Rechenschaftsbericht hob Roman Niederberger besonders die gemeinsam mit dem Nachbarortsverein Anger organisierte Veranstaltung mit Dr. Rudolf Schöfberger zum 60-jährigen Jubiläum der bayerischen Verfassung und den Besuch der in Piding untergebrachten Trainingsmaßnahme der Arbeitsagentur und Arbeitsgemeinschaft heraus. Kommunalpolitisch war ein zentraler Punkt die Erarbeitung eines Entwurfs für ein Wahlprogramm, das mit Bürgern und Verbänden diskutiert wird. Im Anschluss an seine Ausführungen folgte der Bericht der Kassiererin Annemarie Leirer, die von einer ordentlichen finanziellen Ausstattung berichten konnte.

Nachdem die Mitglieder des Ortsvereins dem bisherigen Vorstand einstimmig die Entlastung erteilten, folgten die Neuwahlen. Roman Niederberger wurde dabei als Vorsitzender einstimmig bestätigt. Als neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Helmut Grünäugl gewählt. Ebenfalls mit allen Stimmen wiedergewählt wurden Annemarie Leirer als Kassiererin und Karin Lindner als Schriftführerin. Als Beisitzer gehören dem Vorstand zukünftig Willi Wieseler als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen und Christa Kickner für den Themenbereich Kommunalpolitik an.

Nach den Wahlen bedankte sich Roman Niederberger mit einem kleinen Präsent besonders bei seiner bisherigen Stellvertreterin Heli Hirsch. Unter dem Motto „Klimaschutz und Kommunalpolitik“ stand die darauf folgende inhaltliche Diskussion, die SPD-Kreisvorstandsmitglied Ulrich Scheuerl mit einem Impulsreferat in Gang brachte. „Die Wissenschaftler haben ihre Arbeit zum Thema Klimaschutz gemacht; jetzt ist die Politik auf allen Ebenen gefordert“, stellte der Referent fest. Nach dem Bericht der Vereinten Nationen sei die Frage nicht mehr, ob der Mensch das Klima beeinflusst, sondern nur noch, wie sich eine katastrophale Entwicklung vermeiden lässt.

Den wesentlichen Schlüssel dazu bildet eine Mischung aus Energieeinsparung und der Nutzung erneuerbarer Energien, so Ulrich Scheuerl. Angesichts der vielfältigen Förderprogramme sei es nun Aufgabe der Kommunalpolitik, einerseits mit gutem Beispiel bei der Wärmesanierung öffentlicher Gebäude voranzugehen, andererseits die Gemeindebürger aktiv beim Energiesparen und dem Aufbau einer dezentralen Versorgung zu unterstützen.

In der Diskussion hob Christa Kickner die Leistungen der Pidinger Agenda 21 auf diesem Gebiet hervor und erinnerte daran, dass auch die Gewerbepolitik einen wichtigen Einfluss auf Umwelt und Lebensqualität in der Gemeinde hat. „Wir alle wollen unsere alteingesessenen Betriebe erhalten und unterstützen. Aber Tatsache ist: Das jetzt von der Mehrheit des Gemeinderats als Gewerbegebiet geplante Grundstück unterhalb des Gemeindefriedhofs liegt für eine solche Nutzung denkbar ungünstig: gegenüber dem Freizeitzentrum, in der Nähe von zukünftiger Wohnbebauung und in einem für die Luftzirkulation wichtigen Bereich“, nannte sie ein konkretes Beispiel. Jeder Bürger kann in den nächsten Tagen im Pidinger Rathaus die Pläne zur Änderung des Flächennutzungsplans einsehen und dagegen Einwendungen erheben, erklärte die SPD-Gemeinderätin.

Auf die zentrale Bedeutung einer neuen Verkehrspolitik für den Klimaschutz wies Roman Niederberger hin. „Wir brauchen einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr als echte Alternative zum Auto und eine konsequente Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene“, so der Ortsvorsitzende. Auch intelligente Konzepte zur Verkehrsvermeidung sowohl innerörtlich als auch überregional seien gefordert.

Sein neu gewählter Stellvertreter Helmut Grünäugl wies auf das wirtschaftliche Potential durch die verschiedenen Förderprogramme hin. Gerade für die örtlichen Unternehmen würden so Aufträge und Arbeitsplätze gesichert, meinte Grünäugl.

Zum Schluss der Veranstaltung rief Roman Niederberger alle Bürger auf, sich aktiv an der Gemeindepolitik zu beteiligen und erinnerte daran, dass die SPD Piding weiterhin Plätze auf der Gemeinderatsliste für interessierte Bürgerinnen und Bürger bereit hält.



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