08.05.2007

SPD Piding stellt Kommunalwahlprogramm zur Diskussion

Bild: Grünäugl Niederberger
Möglichst viele Gemeindebürger will der SPD-Ortsverein Piding bei der Diskussion über sein Programm zur Kommunalwahl 2008 einbinden. Als erste Vorgabe haben die Pidinger Sozialdemokraten bei einer Mitgliederversammlung einen Entwurf beschlossen, der Schwerpunkte in den Bereichen gezielte Ortsentwicklung, Verkehr und Soziales setzt.

Zu Beginn der Versammlung konnte der Ortsvorsitzende Roman Niederberger ein neues Mitglied im Ortsverein willkommen heißen: der 33-jährige Helmut Grünäugl erhielt sein Parteibuch und als kleines Begrüßungsgeschenk eine Flasche ökologisch angebauten Rotwein. Mit dem Familienvater und Betriebsleiter bei den Stadtwerken Bad Reichenhall gewinnt der Ortsverein eine wertvolle Verstärkung hinzu, erklärte Niederberger.

“Erst die Inhalte, dann die Kandidaten” - getreu diesem Grundsatz stellte Niederberger gemeinsam mit seiner SPD-Gemeinderatskollegin Christa Kickner den Programmentwurf zu den Kommunalwahlen 2008 vor. Obwohl die SPD derzeit nur zwei von zwanzig Mitgliedern im Gemeinderat stellt, habe man einige Erfolge erzielen können, führte Christa Kickner aus. Dazu zähle vor allem die Einrichtung einer Ganztagsbetreuung an der Volksschule Piding, die auf Antrag der SPD beschlossen und bereits sehr gut angenommen werde. “90 Prozent Zuschuss vom Bund im Rahmen des Investitionsprogramms Zukunft Bildung und Betreuung zum Umbau des Schulhauses und unter anderem zur Anschaffung von 11 Computern waren eine einmalige Gelegenheit. Gut, dass wir sie genutzt haben” meinte Christa Kickner.

In Zukunft soll sich die Kommunalpolitik in Piding wieder stärker an dem einstimmig beschlossenen Flächennutzungsplan orientieren, wird in dem Papier des SPD-Ortsvereins gefordert. “Damit vermeiden wir übermäßigen Flächenverbrauch, machen die Gemeindepolitik berechenbarer und beugen auch Spekulationen mit Grund und Boden vor”, erklärte Roman Niederberger.

Nicht nur auf den Freistaat Bayern und seine Förderung warten soll man bei der Erneuerung von Piding-Dorf, so die örtlichen Sozialdemokraten. “Gerade hier bieten sich sehr gute Chancen für eine Verbindung von baulicher Erneuerung und neuen Wegen in der Verkehrspolitik”, meinte Günter Schaefer. Die Dorferneuerung dürfe sich nicht auf nur kosmetische Maßnahmen beschränken.

“Wenn wir den Verkehrskollaps in Piding vermeiden wollen, bleibt nur die Alternative eines vernünftig ausgebauten öffentlichen Nahverkehrs”, erklärte Roman Niederberger. Optimal aufeinander abgestimmt sollen Bahnstrecke und Busverbindungen Autofahrten vermeiden helfen. Als kurzfristige Maßnahme wird deswegen im Programmentwurf auch eine eigene Broschüre “Mobil in Piding” gefordert, in der alle Angebote des ÖPNV für Gäste und Einheimische dargestellt werden sollen.

“Die Gemeinde benötigt mindestens einen zusätzlichen Spielplatz als Bolzplatz für ältere Kinder”, stellte Helmut Grünäugl fest. Mit der Verlegung des Spielplatzes im Wiesenweg erhält diese Forderung eine besondere Dringlichkeit, pflichtete ihm Annemarie Leirer bei.

In der weiteren Diskussion ergaben sich noch vielfältige Aspekte der Gemeindepolitik, die in den Programmentwurf eingebaut werden, der nun mit möglichst vielen Pidinger Verbänden, Vereinen und Bürgern diskutiert werden soll. Im Rahmen eines geplanten Neustarts der Internetseite www.spd-piding.de soll auch dort bald der Entwurf zur Diskusion gestellt werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können schon jetzt ein schriftliches Exemplar per E-Mail unter piding@spd-bgl.de anfordern.

Bild:
Helmut Grünäugl (links) wird vom Ortsvorsitzenden Roman Niederberger (rechts) bei der SPD Piding begrüßt.




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