20.03.2007

SPD Piding besucht Trainingsmaßnahme BGL

Bild: Besuch Trainingsmaßnahme
Bei einem Besuch informierte sich vor kurzem der SPD-Ortsverein Piding gemeinsam mit der heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten
Dr. Bärbel Kofler über Methoden und Erfolge der Trainingsmaßnahme.

Nach der Begrüßung durch Konrad Lohner als Leiter der Geschäftsstelle Berchtesgadener Land der Arbeitsagentur und seinen Kollegen Heinz Muhler von der Arbeitsgemeinschaft konnten sich die Besucher bei einem kurzen Durchgang von den vielfältigen Aktivitäten der Teilnehmer überzeugen. Die Projektleiterin Helga Kammergruber stellte anschließend Konzept und Zielsetzung der Trainingsmaßnahme vor. Als Unterstützung verwendete sie einen Film, der von den Teilnehmern der Maßnahme selbst produziert wurde.

Das gemeinsame Projekt von Arbeitsagentur und Arbeits-gemeinschaft startete Ende 2005 in Bayerisch Gmain. Seit April 2006 befindet sich der Hauptsitz in Piding, wo seit Anfang 2007 als Nachfolgemaßnahme die TM Berchtesgadener Land untergebracht ist. Oberste Zielsetzung der Maßnahme ist es, den Teilnehmern schnellstmöglich einen passenden Arbeitsplatz zu vermitteln, stellte Helga Kammergruber da. Dazu helfe man den Teilnehmern, ihre verschiedenen Interessen und Fähigkeiten zu erkennen und durch Qualifizierung für Bewerbungen nutzbar zu machen. “Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe geben und so auch mithelfen, Motivation und Selbstwertgefühl aufrecht zu erhalten”.

Die TM BGL gliedert sich in vier Bereiche: das Trainingscenter, in dem Hilfestellung für Bewerbungen geleistet wird, das Job-Office, dass den Büro- und Vermittlungsbereich bildet, der Hotel- und Gaststättenbereich (HoGa), in dem die Teilnehmer auf eine Tätigkeit in dieser Branche vorbereitet werden sowie eine Existenz-gründungsberatung, stellte die Projektleiterin dar. Trainingscenter, Job-Office und HoGa können jeweils maximal 20 Teilnehmer aufnehmen.

Es gibt dabei keine Unterteilung zwischen Empfängern von Arbeitslosengeld I und ALG II, erklärte Konrad Lohner auf Nachfrage von Bärbel Kofler. “Dadurch haben wir Menschen aller Altersgruppen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen, Qualifikationen und Lebensläufen dabei. Dieses Konzept hat sich gut bewährt”, stellte der Leiter der Arbeitsagentur Berchtesgadener Land dar. Heinz Muhler ergänzte, dass die Teilnahme an der Maßnahme verpflichtend ist und deswegen auch mit Leistungskürzungen durchgesetzt werden kann.

“Wir freuen uns darüber, dass die Trainingsmaßnahme Berchtesgadener Land nach ihren ursprünglichen Anlaufschwierigkeiten in Piding eine Heimat gefunden hat”, erklärte der SPD-Ortsvorsitzende und Gemeinderat Roman Niederberger. Er erkundigte sich nach Dauer und bisherigen Vermittlungserfolgen der Maßnahme und fragte nach Unterstützungsmöglichkeiten durch die Kommunalpolitik.

Die maximale Verweildauer der Teilnehmer beträgt 12 Wochen, antwortete Helga Kammergruber. Von bisher 650 Teilnehmern konnten 320 Menschen in eine Tätigkeit am ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden, so die Projektleiterin. Konrad Lohner nahm das Angebot zur Unterstützung auf und kündigte an, dass nach der Gründungsphase in diesem Jahr nun unter anderem ein Tag der offenen Tür in Piding organisiert werden soll. Er erinnerte auch an den vor kurzem von Teilnehmern selbst organisierten Weihnachtsmarkt, mit dem 1.000 Euro für ein Kinderheim in Marktschellenberg gesammelt werden konnten.

Im Hotel- und Gaststättenbereich lernen die Teilnehmer sowohl Küche als auch Service und Buffetvorbereitung ausführlich in Theorie und Praxis kennen. Von der Qualität der Fortbildung und der hohen Motivation der Teilnehmer konnten sich die Besucher sich die Besucher nach der Diskussion noch bei Kaffee und Kuchen selbst ein Bild machen.


Bild:
(v.l.n.r.) Konrad Lohner, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Berchtesgadner Land im Gespräch mit Dr. Bärbel Kofler, MdB und
dem stellv. SPD-Kreisvorsitzenden und Pidinger Gemeinderat Roman Niederberger



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