04.09.2007

Rund um den Bahnhof - Ortstermin der SPD Piding mit Anwohnern

Bild: Rund um den Bahnhof
„Rund um den Bahnhof“ – unter diesem Motto stand ein Ortstermin, zu dem die SPD Piding am vergangenen Freitag eingeladen hatte. Trotz herbstlichem Wetter zeigten sich viele Pidinger Bürger und vor allem die Anwohner interessiert am Umfeld des Bahnhofs und der zukünftigen Gestaltung der Fläche. Die SPD-Gemeinderäte konnten viele Anregungen und Ideen für ein schlüssiges Gesamtkonzept mitnehmen.

In seiner Begrüßung stellte der SPD-Ortsvorsitzende Roman Niederberger zunächst die zukünftige Entwicklung auf der Bahnstrecke Freilassing – Berchtesgaden vor. Ab Dezember 2009 werden die Fahrleistungen auf der Strecke von einer gemeinsamen privaten Gesellschaft der Regentalbahn und der Salzburg AG erbracht, die in einem Wettbewerbsverfahren den Zuschlag erhalten hatte.

Statt den seit 2006 verwendeten „Talent“-Triebwägen kommen dann neue Wägen der Marke FLIRT („Flinker Innovativer Regional Triebwagen“) zum Einsatz. Von Dr. Wolfgang Lindner auf den gerade für ältere Menschen schwierigen Umgang mit den modernen Fahrkartenautomaten angesprochen, erinnerte Roman Niederberger daran, dass ab dem Betreiberwechsel wieder jeder Zug von einem Schaffner begleitet wird, bei dem ohne Aufpreis Regionalfahrkarten gekauft werden können. „Trotzdem setzen wir uns selbstverständlich dafür ein, dass der Pidinger Bahnhof mit der bisherigen Personalbelegung erhalten bleibt“, so Niederberger.

Die Fahrtzeit zwischen Freilassing und Berchtesgaden soll sich ab dem Fahrplanjahr 2010 von jetzt 59 auf 50 Minuten verkürzen und wieder ein Angebot in der 1. Klasse geschaffen werden. „In Piding hat sich die Hoffnung auf einen zusätzlichen Haltepunkt aber nicht erfüllt“, stellte Roman Niederberger fest. Da ein möglicher zusätzlicher Halt auf der Höhe von Piding-Ost näher als einen Kilometer am Bahnhof Piding liegt, wurde diese Planung von der Bahn abgelehnt.

„Umso wichtiger ist jetzt eine attraktive Gestaltung des Bahnhofs und seines Umfelds“, ergänzte die SPD-Gemeinderätin Christa Kickner. Sie stellte als Mitglied des Bauausschusses dar, wie es zum Erwerb der Fläche entlang der Bahnstrecke vom Bahnhof bis zum Marzoller Weg durch die Gemeinde Piding kam. „In der Gemeinderatssitzung im Juli gab es dann eine breite Mehrheit für eine Weiterführung des Radwegs entlang der Bahngleise“, erinnerte die Gemeinderätin. „Da dabei ein Gesamtkonzept für die Gestaltung des Bahnhofsumfelds ins Gespräch kam, suchen wir als SPD nun das Gespräch mit Anwohnern und interessierten Bürgern“, so Christa Kickner.

Bei einem Spaziergang entlang der Bahnstrecke zeigten sich alle Teilnehmer überzeugt davon, dass es einen Sicht- und Lärmschutz an der Bahntrasse geben sollte. „Als SPD treten wir auf Kreis- und Gemeindeebene seit Jahrzehnten sowohl für einen dichten Fahrplan-Takt von 30 Minuten als auch für die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene ein. Da braucht es auch einen angemessenen Schutz der Anwohner“, zeigte sich Roman Niederberger überzeugt. „Ein kleiner begrünter Wall würde zusätzliche Sicherheit schaffen, indem er vor allem kleinere Kinder von den Bahngleisen fern hält“, bekräftigte der stellvertretende SPD-Ortsvorsitzende Helmut Grünäugl.

Positiv aufgenommen wurde auch der Vorschlag, zusätzliche Parkplätze in Bahnhofsnähe zu schaffen. Helmut Grünäugl ergänzte, dass man diese aber für Pendler und nicht für tagelang parkende Pkw und Lkw realisieren sollte. Nachdem Christa Kickner die Schaffung von Schrebergärten auf dem Gemeindegelände ins Gespräch brachte, bekundeten einige der Anlieger ihr schon seit längerem bei der Gemeinde vorgebrachtes Interesse an einer Pachtung der an ihre Grundstücke angrenzenden Flächen.
Diskutiert wurde auch über eine Gestaltung des Bahnhofsumfelds als kleiner Pidinger Verkehrsknotenpunkt, der von den Buslinien angefahren wird. Helmut Grünäugl erinnerte dabei aber an die Schwierigkeiten der Fahrplanabstimmung zwischen RVO, Stadtbus und Bahn.

Vor Ort konnte man sich von der vielfältigen Vegetation überzeugen, die sich im Bereich der Rampe entlang der Bahnstrecke gebildet hat. Diese gelte es zu erhalten und durch eine naturnahe Gestaltung mit besserem Zugang und Sitzbänken aufzuwerten, zeigten sich die Teilnehmer überzeugt. Roman Niederberger erinnerte an seinen Vorschlag bei der Gemeinderatssitzung, dafür auch Fördergelder aus dem Topf des Biosphärenreservats in Anspruch zu nehmen. Je nach Gestaltung des Sicht- und Lärmschutzes könne man vielleicht auch dafür Fördermittel beibringen.

Zum Abschluss des Treffens bedankten sich die beiden SPD-Gemeinderäte für das große Interesse trotz herbstlichem Wetter und sagten zu, die diskutierten Ideen und Vorschläge im Gemeinderat einzubringen.

Foto:
Mitglieder des SPD-Ortsvereins Piding und Anwohner gemeinsam auf Tour „Rund um den Bahnhof“ (ganz rechts: SPD-Gemeinderäte Christa Kickner und Roman Niederberger)




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