20.12.2007

Gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen für Piding - Dr. Bernhard Zimmer einstimmig nominiert

Gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen für Piding -
Dr. Bernhard Zimmer einstimmig nominiert

Für zusätzliche Spannung bei der Pidinger Bürgermeisterwahl am 2. März 2008 sorgen die Ortsvereine von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen kurz vor den Feiertagen: Bei einer gemeinsamen Versammlung im Gasthof Albrecht Dürer wurde am Montag einstimmig der 46-jährige Forschungsleiter an der Fachhochschule in Kuchl Dr. Bernhard Zimmer als Bürgermeisterkandidat der beiden Gruppierungen nominiert.

Der SPD-Ortsvorsitzende Roman Niederberger konnte bei seiner Begrüßung zu der öffentlichen Nominierungsversammlung nicht nur Mitglieder der beiden Ortsvereine und viele Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten willkommen heißen, sondern auch eine Reihe von interessierten Bürgern. Der Versammlungsleiter begründete die Entscheidung für einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten mit den Wahlprogrammen der beiden Parteien: „Sowohl SPD als auch Grüne bieten inhaltlich eine klare Alternative zum „Ja, aber...“ - Kurs der anderen politischen Gruppierungen in Piding. Deshalb wollen wir gemeinsam mit einem Kandidaten antreten, der sich konsequent für eine nachhaltige, soziale und ökologische Politik zum Wohle unsere Gemeinde einsetzt“, meinte Niederberger.

Als Beauftragte für den gemeinsamen Wahlvorschlag wurden zunächst einstimmig Angelika Goldbrunner und Helmut Grünäugl gewählt. Als Ortsvorsitzende der Grünen in Piding brachte anschließend Angelika Goldbrunner offiziell den Vorschlag ein, den Listenführer von Bündnis 90 / Die Grünen Dr. Bernhard Zimmer als Bürgermeisterkandidaten zu nominieren. Sie hob in ihrer Vorstellung besonders seine Qualifikation als Verwaltungsleiter aufgrund seiner Tätigkeit als Leiter eines Fachhochschul-Forschungsbereiches mit 17 Mitarbeitern und seine ehrenamtliche Tätigkeit in der Pidinger Agenda 21 hervor.

In einer engagierten und schwungvollen Rede stellte Bernhard Zimmer dann sich und seine politischen Inhalte vor. Der 1961 in München geborene Vater von drei Kindern lebt mit seiner Familie seit sechs Jahren in Piding. An der Salzburger Fachhochschule in Kuchl leitet er den Fachbereich Holztechnologie und Ökologie, nachdem er zuvor an der Technischen Universität in München tätig war. „Wir haben uns bewusst für Piding entschieden, weil wir hier eine liebenswerte Gemeinde mit einem schönen Ortsbild und einer gesunden Vereinsstruktur gefunden haben“, so Bernhard Zimmer.

„Der Bürgermeister eines solchen Ortes muss eine Integrationsfigur für alle Bürgerinnen und Bürger sein“, führte er aus. Deswegen sei es besonders bei der Ortsentwicklung wichtig, ein klares Gesamtkonzept zu verfolgen. „Wir müssen uns in Piding auf den einstimmig beschlossenen Flächennutzungsplan zurückbesinnen“, forderte Bernhard Zimmer. Als Bürgermeister will er für eine echte „Mitmach-Demokratie“ stehen, bei der die Bürger frühzeitig und umfassend über Projekte informiert werden. Nur so gebe es dann auch eine entsprechende Akzeptanz für die Gemeindeentwicklung.

Beim Klimaschutz soll die Gemeinde besonders bei den kommunalen Gebäuden, aber auch bei der Bauleitplanung eine Vorreiter- und Vorbildfunktion übernehmen. Der Bürgermeisterkandidat sprach sich klar gegen den Autobahnausbau aus und forderte, Wasserversorgung und Abwasser in kommunaler Hand zu sichern. „Anstatt zu privatisieren sollten wir uns ein Beispiel an Waging nehmen, wo die Gemeinde selbst die Stromversorgung übernommen hat“, schlug Bernhard Zimmer vor.

Nach einer kurzen Diskussionsrunde wurde Bernhard Zimmer von der Versammlung einstimmig als gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen gewählt. Zum Abschluss der Veranstaltung überreichte ihm der SPD-Ortsvorsitzende Roman Niederberger eine Flasche Rotwein aus ökologischem Anbau „als Symbol für ein weiteres gelungenes rot-grünes Projekt“.

Bildtext:
Freuen sich über eine gelungene Aufstellungsversammlung und auf einen erfolgreichen Wahlkampf (von links nach rechts): Roman Niederberger, Dr. Bernhard Zimmer, Angelika Goldbrunner



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