18.02.2008

Wir stellen Familien in den Mittelpunkt - Zentrale Wahlkampfveranstaltung der SPD Piding

Bild: Spitzenkandidaten SPD Piding
Stark für Piding. Diesen Titel trägt das Wahlprogramm des SPD-Ortsvereins für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl und unter diesem Motto stand auch die zentrale Wahlkampfveranstaltung der Pidinger Sozialdemokraten im Gasthof „Albrecht Dürer“.

In seiner Begrüßung betonte der SPD-Ortsvorsitzende Roman Niederberger, der durch die Veranstaltung führte, die Bedeutung der Kommunalwahlen am 2. März 2008 für die Gemeinde. „Piding steht vor großen Veränderungen: Sowohl der Bürgermeister als auch viele Gemeinderatsmitglieder treten nicht mehr zur Wahl an. Es gibt jetzt eine große Chance, diesen Wechsel im Sinne einer nachhaltigen und sozial gerechten Politik zu gestalten“, so Niederberger.

Viel Licht, aber auch starken Schatten zeigte die erfahrene SPD-Gemeinderätin Christa Kickner zu Beginn der Veranstaltung in einem kurzen Rückblick auf die letzte Wahlperiode auf. „Die Einführung der Ganztagsbetreuung an der Pidinger Hauptschule war ein wichtiger Fortschritt für unsere Gemeinde und wohl der größte Erfolg für unsere Fraktion, die den Antrag dazu gestellt hatte“, erinnerte Christa Kickner. Trotz einiger Vorbehalte und Unkenrufe habe sich die Ganztagsbetreuung zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt.

Auch die Förderung der offenen Jugendarbeit und die Schaffung einheitlicher und nachprüfbarer Richtlinien für das Einheimischenmodell waren Erfolge der SPD, so die Gemeinderätin. „Dem stehen allerdings die weiterhin hohen Belastungen durch den Autoverkehr und das Fehlen einer gezielten Ortsentwicklung, die Flächen auch für künftige Generationen sichert, gegenüber“, kritisierte sie.

Den Blick nach vorn richtete Roman Niederberger, der im Anschluss das SPD-Programm für die Wahlperiode 2008 bis 2014 vorstellte. „Wir stellen vor allem die Interessen von Familien mit Kindern in den Mittelpunkt“, so der Ortsvorsitzende, der auf Platz 3 für den Gemeinderat kandidiert. Dazu gehören ein Ausbau und die weitere qualitative Verbesserung der Betreuungsmöglichkeiten ebenso wie die Schaffung eines Ganztagsschulangebots. In der Verkehrspolitik will die SPD einen neuen Anlauf für die innerörtliche Verkehrsberuhigung machen und setzt auf die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs. „Mit einer gezielten Ortsentwicklung, die sich auf den einstimmig beschlossenen Flächennutzungsplan zurückbesinnt, wollen wir Piding als Gemeinde mit hoher Lebensqualität erhalten“, so Niederberger. Er wies darauf hin, dass das ausführliche Programm ebenso wie das alte Wahlprogramm 2002 bis 2008 vollständig im Internet unter www.spd-piding.de nachzulesen ist.

Bei der sich anschließenden Kandidatenvorstellung griff der SPD-Spitzenkandidat Helmut Grünäugl das Thema der kommunalen Daseinsvorsorge auf. „Wir wollen Wasser und Abwasser ebenso wie die anderen gemeindlichen Einrichtungen dauerhaft vor dem Zugriff durch Konzerne schützen. Alles andere ist kurzsichtig und kommt auf Dauer die Bürger teuer zu stehen“, erklärte der 35-jährige Diplom-Betriebswirt (FH).

„Jeder Cent, den wir in Bildung und Betreuung stecken, zahlt sich aus“, stellte die Diplom-Sozialpädagogin (FH) Petra Braun, die auf Platz 2 der Gemeinderatsliste kandidiert, heraus. Die Mutter von zwei Kindern sprach sich auch für eine bessere Unterstützung der offenen Jugendarbeit aus.

Nach der Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten ergriff der rot-grüne Bewerber für das Bürgermeisteramt Dr. Bernhard Zimmer das Wort. In seiner Vorstellung bekannte sich der 46-jährige Vater von drei Kindern, der als Professor für Holztechnologie und Ökologie an der Fachhochschule Salzburg tätig ist, zu einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung. Besonders liegen ihm die Energieeinsparung und der Kampf gegen den Flächenverbrauch am Herzen. „Piding hat alle Voraussetzungen, um beim Energiesparen und der Gewinnung erneuerbarer Energien Vorreiter im Landkreis zu werden“, so Bernhard Zimmer.

An die Ausführungen von Bernhard Zimmer schloss sich eine engagierte Diskussion über aktuelle Themen der Gemeindepolitik an. Intensiv wurden Fragen wie Angebote der Jugendarbeit und die Pläne für ein Factory Outlet Center erörtert. Zum Schluss der Veranstaltung rief Roman Niederberger noch einmal alle Bürger dazu auf, am 2. März das Wahlrecht wahrzunehmen. „Damit die soziale Gerechtigkeit im Gemeinderat eine starke Stimme hat, brauchen wir Ihre Stimme bei den Kommunalwahlen“, lautete sein Schlusswort.

Bildunterschrift: Die drei Spitzenkandidaten der SPD Piding für die Gemeinderatswahl (von links nach rechts): Helmut Grünäugl, Petra Braun, Roman Niederberger




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