08.07.2008

Gemeinsam essen, spielen und lernen - SPD Piding zu Besuch in der Ganztagsbetreuung

Bild: Ganztagsbetreuung Piding
Fast drei Jahre gibt es nun schon die Ganztagsbetreuung an der Hauptschule Piding. Nachdem dieses Angebot 2005 auf Antrag der SPD im Pidinger Gemeinderat beschlossen und eingerichtet wurde, informierten sich nun SPD-Gemeinderat Helmut Grünäugl und Landtagskandidat und SPD-Ortsvorsitzender Roman Niederberger gemeinsam mit Mitgliedern des Ortsvereins, wie sich die Einrichtung seitdem entwickelt hat.

Begrüßt wurden sie in den Räumlichkeiten der Ganztagsbetreuung von Bettina Wippel und Rainer Hüller von der Jonathan Jugendhilfe. In Ihrer Vorstellung präsentierten die beiden Leiter der Einrichtung als Schwerpunkte ihrer Arbeit die betreute Mittagsverpflegung, eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung und die sinnvolle Freizeitgestaltung. Grundsätzlich richtet sich das Angebot mit seiner Kernzeit von 11.20 Uhr bis 16.30 Uhr an Schultagen vor allem an die Hauptschüler. „Sechs bis acht Grundschüler sind aber regelmäßig mit dabei, was ganz gut funktioniert“, erklärte Bettina Wippel. Auf Nachfrage von Helmut Grünäugl erklärte die Diplom-Sozialpädagogin, dass zur Zeit 25 Kinder betreut werden, wobei Mädchen und Jungen ungefähr gleich vertreten sind.

Aufgrund des Schulverbandes besuchen sowohl Kinder aus Anger als auch aus Piding die Ganztagsbetreuung, ergänzte Rainer Hüller. Derzeit seien die Pidinger Schüler in der Überzahl. Im Mittelpunkt der Bemühungen steht die Verbesserung der schulischen Leistungen, so der Einrichtungsleiter. „Gerade mit den älteren Schülern arbeiten wir gezielt auf den qualifizierten Hauptschulabschluss hin“, so Rainer Hüller.

Für die Aufteilung der Schüler während der Nachmittagsbetreuung und die personelle Ausstattung interessierte sich SPD-Landtagskandidat Roman Niederberger. „Es sind jeden Tag drei Betreuer im Einsatz, die allerdings zu versetzten Zeiten mit ihrer Tätigkeit beginnen. Nach dem Mittagessen und der gemeinsamen Freizeit verbringen die Schüler in drei Gruppen ihre Lernzeit, bei der sie Hausaufgaben machen und sich auf den Unterricht vorbereiten“, erläuterte Bettina Wippel.

Leider sei das Freizeitangebot aufgrund der schulischen Anforderungen in letzter Zeit etwas in den Hintergrund getreten, bedauerte Rainer Hüller. Trotzdem gelinge es immer wieder, Aktionen wie gemeinsame Feiern, Ausflüge und Volleyball-Turniere zu organisieren. Die ehemalige SPD-Gemeinderätin Christa Kickner erkundigte sich nach der Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Eltern. Diese funktioniere recht gut; durch die räumliche Nähe im Schulhaus seien die Wege kurz und die Kommunikation mit den Lehrern intensiv. Auch einige Eltern begleiten die Arbeit der Ganztagsbetreuung mit Interesse und Engagement, erklärte Rainer Hüller.

In der Diskussion kam die Sprache auch auf die langfristige Perspektive der Ganztagsbetreuung. Roman Niederberger sah vor allem den Freistaat Bayern in der Pflicht: „Wer Betreuung auch als Bildungsaufgabe sieht, kann die Finanzierung nicht einfach auf die Kommunen abladen“, so der SPD-Ortsvorsitzende. Er erinnerte daran, dass die Einrichtung der Ganztagsbetreuung in Piding nur mit Hilfe des Investitionsprogramms Zukunft Bildung und Betreuung der rot-grünen Bundesregierung möglich war, aus dem 90 Prozent der Investitionskosten finanziert wurden.

Beim Thema Finanzen kam SPD-Gemeinderat Helmut Grünäugl auch auf die Höhe der Gebühren zu sprechen. 35 Euro kostet ein Platz in der Ganztagsbetreuung im Monat, wobei der August wegen den Ferien beitragsfrei bleibt. Zusätzlich fallen ca. 55 Euro an Kosten für die Verpflegung und 1,50 Euro für Getränke monatlich an, stellte Bettina Wippel dar. „Wir müssen dafür sorgen, dass gerade Familien mit geringerem Einkommen die Möglichkeit haben, dieses Angebot zu nutzen. Das kann die Gemeinde aber nicht alleine leisten“, meinte Helmut Grünäugl.

„Die Ganztagsbetreuung in Piding hat sich gut entwickelt und leistet eine wichtige Arbeit. Wir werden sie weiter als SPD-Ortsverein politisch nach Kräften unterstützen“, lautete das Fazit von Roman Niederberger am Ende des Besuchs.

Bild:
Die SPD Piding zu Gast bei der Ganztagsbetreuung (von links nach rechts): Roman Niederberger, Bettina Wippel, Annemarie Leirer, Petra Braun, Helmut Grünäugl, Christa Kickner, Karin Lindner, Wolfgang Lindner




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