27.07.2008

SPD Piding will Eltern entlasten - Ortsverein für niedrigere Krippengebühren

Bild: Begrüßung Petra Braun
Gleich zwei Landtagskandidaten konnte die SPD Piding vor kurzem bei ihrem Mitgliedertreffen willkommen heißen: den Ortsvorsitzenden Roman Niederberger als Erststimmenkandidat im Berchtesgadener Land und als Gast seinen Traunsteiner Kollegen Franz Gnadl, der auf Lis-tenplatz 27 im Landkreis um Zweitstimmen wirbt. Inhaltlicher Schwerpunkt der Versammlung im Pidinger Haus der Vereine waren die Themen Bildung und Betreuung. Außerdem begrüßte der Ortsverein Petra Braun als neues Mitglied.

In seiner Begrüßung blickte Roman Niederberger zunächst auf den kürzlichen Besuch des SPD-Ortsvereins bei der Ganztagsbetreuung an der Pidinger Hauptschule zurück. Man habe sich vor Ort davon überzeugen können, wie dringend erforderlich eine solche Förderung für viele Kinder sei. „Ohne die Gelder aus dem Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung der alten Bundesregierung und unser Engagement im Gemeinderat gäbe es dieses Angebot nicht“, erinnerte Christa Kickner. Darauf gelte es nun aufzubauen und ein differenziertes Angebot für Pidinger Kinder aller Altersgruppen zu schaffen.

In seinem Bericht aus dem Pidinger Gemeinderat kritisierte Helmut Grünäugl die vor kurzem beschlossene Gebührensatzung für den gemeindlichen Kindergarten. „Für die Kinderkrippe wird der doppelte Satz des Kindergartens fällig; also monatlich 142 Euro. Damit haben wir die zweithöchsten Krippengebühren im ganzen Landkreis“, führte der SPD-Gemeinderat aus. Gerade für Familien mit geringerem Einkommen, in denen beide Eltern berufstätig sind, sei dies eine erhebliche Belastung, so Helmut Grünäugl. „Ich habe deshalb die Gebührensatzung abgelehnt und werde mich weiter für eine Entlastung der Eltern durch einen niedrigeren Satz engagieren“, erklärte er.

Als politischen Taschenspielertrick bezeichnete Roman Niederberger die Position der Staats-regierung zu Bildung und Betreuung. „Wer jetzt nach langem Zögern und Blockieren lauthals den Bildungsauftrag des Kindergartens verkündet, muss auch dafür sorgen, dass der Freistaat die notwendigen Mittel und damit die Zeit zur Erfüllung dieses Auftrags schafft: Bildung ist schließlich Ländersache. Höchste Zeit also für ein gebührenfreies letztes Kindergartenjahr und für die Entlastung der Einrichtungen von bürokratischem Aufwand“, so der Landtagskandidat.

Im Rahmen der Diskussion stellte sich auch der Traunsteiner SPD-Landtagskandidat Franz Gnadl vor. Er will sich im Landtag für die Stärkung der ländlichen Regionen stark machen und zählt dabei auf Unterstützung aus dem Berchtesgadener Land. „Zu einer guten und zukunftsfähigen Infrastruktur gehören eben nicht nur Verkehrswege, sondern besonders die wohnortnahe Schule und hochwertige Betreuungsangebote auch in ländlichen Gemeinden“, führte Franz Gnadl aus.

Eine angenehme Pflicht durfte der Ortsvorsitzende zum Abschluss der Veranstaltung wahrnehmen: Roman Niederberger begrüßte mit einem kleinen Geschenk Petra Braun als Neumitglied in der SPD Piding. Man freue sich sehr darüber, dass die Diplom-Sozialpädagogin und Mutter von zwei Kindern mit ihrer beruflichen und persönlichen Erfahrung den Ortsverein unterstützt.

Bild von links nach rechts:
Helmut Grünäugl, Petra Braun, Roman Niederberger, Franz Gnadl



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