22.04.2009

Högltunnel muss offizielle Alternative werden - SPD-Ortsvereine Piding und Anger im Gespräch über Autobahnausbau

Bild: Högl
"Nur wenn Anger und Piding beim Autobahnausbau gemeinsam an einem Strang ziehen, haben wir überhaupt eine Chance auf Verbesserungen". Davon zeigte sich der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Anger Günter Wolf überzeugt, der im Nachbarortsverein die Ziele des Aktionsbündnisses Högltunnel" vorstellte, in der er selbst als Mitglied aktiv ist.

Roman Niederberger begrüßte als Ortsvorsitzender seinen Kollegen zu einer Mitgliederversammlung, in der neben dem Thema Autobahnausbau die aktuelle Entwicklung des Tourismus in Piding im Mittelpunkt stand. Er erinnerte in seinen einleitenden Worten an die Position der SPD Piding zum Ausbau, die sich mit "so schmal, so unterirdisch und so tief wie möglich" zusammenfassen lässt.

"Tiefer und unterirdischer als beim Bau eines Tunnels durch den Högl geht es gar nicht", knüpfte Günter Wolf in seinen Ausführungen daran an. Nur mit einem solchen Bauwerk ließe sich eine echte Entlastung der Gemeinden Anger und Piding schaffen, so der frühere Gemeinderat. Einige der Gegenargumente hätten sich zwischenzeitlich als wenig stichhaltig herausgestellt. "Die Planungen für das Porsche-Museum in Anger werden beispielsweise durch den Tunnelbau nicht in Frage gestellt", so Günter Wolf.

Kritik übte er an der Haltung der Autobahndirektion Südbayern ab, die es bislang ablehne, den Högl-Tunnel als offizielle Alternative zu akzeptieren und eine Vorplanung zu erstellen. "Die bisher von der Autobahndirektion als machbar dargestellten Varianten sind allesamt für uns nicht akzeptabel", stellte SPD-Gemeinderat Helmut Grünäugl in der Diskussion klar. Deswegen sei es aus seiner Sicht durchaus vernünftig, auch die Alternative Högl-Tunnel genau auf ihre Vor- und Nachteile aus Pidinger Sicht zu überprüfen.

Nach einer intensiven Diskussion sprachen sich die Pidinger Sozialdemokraten einstimmig dafür aus, zusätzlich zu den bisher diskutierten Ausbaumöglichkeiten auch die Machbarkeit eines Tunnels durch den Högl mit seinen möglichen Auswirkungen auf die Gemeinde zu untersuchen. Außerdem sprach man sich in dem Beschluss für eine bessere Abstimmung mit Anger und Teisendorf aus.

Im zweiten Teil der Veranstaltung berichtete Helmut Grünäugl über die vor kurzem im Gemeinderat vorgetragene Analyse der Lage des Tourismus in Piding. "Obwohl die Gemeinde nachhaltig sowohl für die Mitgliedschaft in der BGL-Tourismusgesellschaft als auch für ihre eigene Werbung erhebliche Mittel einsetzt, waren die Zahlen in den letzten Jahren eindeutig rückläufig", erinnerte er.

Bei einer solchen Entwicklung sei es an der Zeit, sowohl die Werbekonzepte kritisch zu überdenken als auch die Frage zu stellen, in welchem Umfang sich die Gemeinde zukünftig im Bereich Tourismus engagieren soll, zeigten sich die Pidinger SPD-Mitglieder einig.




zurück