06.03.2014

Genossenschaftlicher Wohnungsbau als Chance für Piding?

Bild: Selbsthilfe Salzachkreis
Bürgermeisterkandidat Markus Schlindwein und Gemeinderatsbewerber zu Besuch bei der Selbsthilfe Salzachkreis
Steigende Mietpreise und hohe Umlagen sind nicht mehr nur ein Problem der großen Städte, sondern belasten zunehmend auch die Bürgerinnen und Bürger in kleineren Orten. Um sich über eine mögliche Alternative zu ständig steigenden Mietkosten zu informieren, haben die Pidinger SPD-Bewerber für die Gemeinderatswahl gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten Markus Schlindwein das „Blaue Haus“ der Wohnungsbaugenossenschaft „Selbsthilfe Salzachkreis“ in Laufen besucht.

Dort wurden sie von dem Geschäftsführer Alexander Stockhammer begrüßt, der den Pidinger Sozialdemokraten zunächst die auf dem Dach und an der Fassade des genossenschaftlichen Wohnhauses in der Watzmannstraße angebrachten Solarkollektoren zeigte. Insgesamt wurden 280 Quadratmeter an Kollektoren an de Gebäude angebracht, mit denen ein großer Wasserspeicher erhitzt wird. Daraus speist sich über das ganze Jahr hinweg sowohl die Heizung als auch das Warmwasser in der Wohnanlage. Für den Fall, dass lange Zeit die Sonneneinstrahlung ausbleibt, ist außerdem eine Hackschnitzelheizung installiert. „Wir liegen aber seit der Inbetriebnahme konstant bei einem Abdeckungsgrad von gut über 90 Prozent“, erklärte Alexander Stockhammer. Gerade im Sommer werden noch deutliche Überschüsse produziert, die für die Nachbargebäude verwendet werden können.

SPD-Gemeinderat Helmut Grünäugl erkundigte sich nach den Mietpreisen und den Wohnungsgrößen in der Anlage. „Besonders gefragt sich große Wohnungen für Familien“, antwortete Alexander Stockhammer. Die Grundmiete liegt bei 5,30 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen 1,18 € Nebenkosten sowie die Kosten für Stellplätze und Nebenkosten. „Für eine Wohnung mit 103 Quadratmetern sind wir damit monatlich bei 712 €“, stellte Alexander Stockhammer dar.

Der Pidinger SPD-Ortsvorsitzende Roman Niederberger, der die Anlage bereits als Landtagskandidat besucht hatte, kam auf die Geschichte der Selbsthilfe Salzachkreis zu sprechen, die bereits seit 1946 besteht. „Die Idee des genossenschaftlichen Wohnungsbaus wurde aus der Not nach dem Zweiten Weltkrieg heraus geboren, ist aber heute angesichts steigender Mietpreise aktuell wie eh und je“, machte der Geschäftsführer deutlich.

„Nur mit solchen Projekten werden wir die Energiewende auch in dem sehr großen Bereich Wärme schaffen“, zeigte sich SPD-Gemeinderatskandidat Dieter Schaefer überzeugt. Die Kombination aus gutem und bezahlbarem Wohnbau und einer ökologisch modernen Planung sei auch für Piding eine interessante Idee, die man in den nächsten sechs Jahren auf alle Fälle verfolgen sollte, ergänzte Bürgermeisterkandidat Markus Schlindwein.

Zum Abschluss des Besuchs überreichte Roman Niederberger dem Geschäftsführer der Selbsthilfe Salzachkreis noch ein kleines Geschenk aus dem Laufener Eine-Welt-Laden. Die Aufschrift „Fair trägt“ sei sowohl für die SPD als auch für die Wohnbaugenossenschaft ein gutes Motto, fügte er an.

Foto: Die Besucher vor einem der großen Solarkollektoren (von links nach rechts):
Roman Niederberger (Vorsitzender SPD Piding), Alexander Stockhammer (Geschäftsführer Selbsthilfe Salzachkreis), Matthias Pinkert (Gemeinderatskandidat SPD Piding), Dieter Schaefer (Gemeinderatskandidat SPD Piding), Helmut Grünäugl (SPD-Gemeinderat Piding), Markus Schlindwein (Bürgermeisterkandidat SPD Piding), Wilhelm Schindler (Gemeinderatskandidat SPD Piding), Maria Schindler


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