Noch Luft nach oben bei der Nutzung des E-Car-Sharing: SPD Piding informierte sich über Angebot von „Watzmann Mobil“ in der Gemeinde

08. November 2026

Seit Juni dieses Jahres steht er vor dem Rathaus Piding einsatzbereit zur Verfügung: ein VW ID.3, der im Rahmen des Car Sharing-Angebots der Watzmann Natur Energie zur privaten Nutzung angeboten wird. Bei einem Ortstermin mit dem Pidinger Verkehrsreferenten Helmut Grünäugl hat sich nun der SPD-Ortsverein über die Einzelheiten und Bedingungen des Angebots informiert. Dabei wurde deutlich: trotz einer bequemen und relativ kostengünstigen Gestaltung gibt es bei der Auslastung noch Luft nach oben.

E-Car-Sharing
Foto: (von links nach rechts): Helmut Grünäugl (Gemeinderat, Verkehrsreferent), Dieter Scahefer (Vorsitzender SPD Piding), Michael Leirer (Sprecher SPD-Gemeinderatsfraktion Piding), Roman Niederberger (Sprecher SPD-Kreistagsfraktion)

Autoschlüssel abholen, Kaution zahlen, Vertrag unterschreiben: all das ist bei dem Angebot von „Watzmann Mobil“ nicht notwendig, Nach einer kostenlosen Registrierung über www.watzmann-mobil.moqo.de kann man die App MOQO herunterladen und dann über das eigene Smartphone das Fahrzeug öffnen und mit dem darin hinterlegten Schlüssel starten. Der Fahrtpreis wird automatisch nach Zeit der Nutzung und gefahrener Strecke berechnet. Für den Pidinger VW ID.3 fallen derzeit 8 € pro Stunde und 71,90 € für den ganzen Tag an; für eine Stunde sind 20 Kilometer und für den Tag 200 Kilometer inklusive, danach werden 0,29 € pro gefahrenen Kilometer berechnet, führte der Pidinger Verkehrsreferent aus. Zusätzlich mit diesem Angebot wurde am Rathaus eine öffentliche 22-KW-Ladesäule geschaffen.

„Das Fahrzeug wird für Gemeindezwecke bereits intensiv genutzt, aber nach Auskunft der Verwaltung gibt es bei der privaten Nutzung durch Einheimische und Gäste noch erheblich Luft nach oben“, erklärte Helmut Grünäugl. Sein Gemeinderatskollege Michael Leirer wertete das Angebot sehr positiv, will aber noch deutlicher darauf aufmerksam machen. Gerade für Gäste, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, sei das Angebot attraktiv und sollte entsprechend am Bahnhof und bei den Tourismusbetrieben beworben werden.

Der Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Roman Niederberger begrüßte die Fortschritte bei der E-Mobilität; es bleibe aber bei der Lade-Infrastruktur und der Vernetzung zwischen öffentlicher und individueller Mobilität noch einiges zu tun. Er sah dafür auch eine Aufgabe für den entstehenden Verkehrsverbund mit Salzburg. „Den guten Fortschritten bei den erneuerbaren Energien stehen noch große Aufgaben bei der Elektrifizierung in den Bereichen Mobilität und Wärrme gegenüber, die noch weiteren Bedarf schaffen werden“, stellte der SPD-Ortsvorsitzende Dieter Schaefer fest und erinnerte an das Klimaschutzkonzept und den Energienutzungsplan des Landkreises. Er sah die Chance, mit einem Ausbau der E-Mobilität auch eine zusätzliche Infrastruktur mit Batterien zu schaffen.

„E-Car-Sharing: eine gute Sache, die auch in unserer Gemeinde noch mehr Aufmerksamkeit verdient“, waren sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereines Piding nach dem Ortstermin einig.

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