Am vergangenen Freitag hat die SPD Piding zu einem „Spaziergang mit Politik“ von der Bushaltestelle Birkenstraße bis zum Bahnhof eingeladen, um über aktuelle Themen in der Gemeinde vor Ort mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen. Mehrere Anwohner nutzten die Gelegenheit, um sich über Projekte wie die Sanierung der Ahornstraße, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Gemeinde und den Bau des neuen Rathauses zu informieren und nach dem Rundgang im „Café Tasse“ über diese Fragen zu diskutieren.
Der SPD-Ortsvorsitzende Dieter Schaefer konnte zu dem Spaziergang neben einigen Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat auch die Bewerber von FWG und Bündnis 90 / Die Grünen für den Bürgermeisterposten Christian Wagner und Bernhard Zimmer begrüßen, bevor SPD-Gemeinderat Michael Leirer zunächst über die aktuellen Planungen für die Sanierung der Ahornstraße informierte. Vorgesehen ist ein Baubeginn bereits ab Sommer 2026 mit einer Bauzeit von voraussichtlich zwei Jahren. Dabei ist zwar eine Vollsperrung geplant, aber trotzdem sollen alle Liegenschaften einschließlich der in der Ahornstraße befindlichen Märkte angefahren werden können; dadurch ergibt sich ein verlängertes Baufenster. Die Absicht, einen Ausweichverkehr über die Birkenstraße und Lindenstraße durch entsprechende Maßnahmen zu verhindern, würde von den Anliegern eher skeptisch beurteilt.
Der SPD-Gemeinderat betonte die Notwendigkeit der Sanierung insbesondere wegen der Trinkwasserleitungen und Abwasserthematik und unterstützte den Plan, bei dieser Gelegenheit auch einen Breitbandanschluss zu ermöglichen. „Mir kommt es darauf an, dass die Planungen frühzeitig und umfassend kommuniziert werden – zum Beispiel durch Anwohnerversammlungen und regelmäßige Updates in digitaler und analoger Form“, so Michael Leirer. Eine zügige Abwicklung und rechtzeitige Kommunikation der einzelnen Schritte, Sperrungen etc. müsse durch die Gemeinde engmaschig begleitet werden.
Im weiteren Verlauf des Spaziergangs kam Kreisrat und SPD-Landratskandidat Roman Niederberger auf das von allen Gruppierungen angesprochene Thema bezahlbarer Wohnraum und betonte an der Auenstraße die gute Zusammenarbeit der Gemeinde mit dem Wohnbauwerk, die auf alle Fälle fortgesetzt werden sollte. „Trotzdem können wir uns weitere Angebote im genossenschaftlichen Wohnbau für Piding gut vorstellen und haben in der Gemeinde vielfache Möglichkeiten, bereits überbaute Flächen auch für zusätzliche Wohnungen zu nutzen – seien es Einzelhandelsmärkte oder Parkplätze“, so der Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion.
Die aktuellen Pläne für das neue Rathaus in Bahnhofsnähe würden weder die Entwicklung beim Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel negativ beeinflussen noch den Radverkehr einschränken, war sich Michael Leirer bei der nächsten Station des Rundgangs am Bahnhof mit den beiden Bürgermeisterkandidaten einig. „Mir geht es um ein gut funktionierendes und organisiertes Rathaus mit digitalen Angeboten und guter Erreichbarkeit – das können wir mit einem Neubau in Bahnhofsnähe gut umsetzen, statt eine jahrzehntelange Debatte wieder von vorn zu beginnen“, zeigte sich der Spitzenkandidat der SPD Piding für die Gemeinderatswahl überzeugt. Bei Kaffee und Kuchen setzten die Teilnehmer nach dem Spaziergang die Diskussion noch im Café Tasse fort und nutzten die Gelegenheit zum Austausch über weitere Themen in der Gemeinde. Zum Abschluss des Treffens bedankte sich Dieter Schaefer für das Interesse und kündigte an, auch nach den Kommunalwahlen das Angebot des SPD-Ortsvereins von offenen Terminen vor Ort fortzusetzen.