Am 8. März 2026 haben die Wählerinnen und Wähler in Piding über den neuen Gemeinderat und den Bürgermeister zu entschieden. Als SPD-Ortsverein haben wir wieder gemeinsam mit den Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat unsere politischen Schwerpunkte für die kommenden sechs Jahre festgelegt und daraus ein Programm entwickeln. Wir freuen uns sehr darüber, wenn Sie uns dazu Ihre Meinung, Ihre Vorschläge und Ideen mitteilen - am einfachsten per E-mail: kontakt@spd-piding.de
Für ein Piding, das Du Dir leisten kannst
Programm der SPD Piding für die Wahlzeit 2026 bis 2032
I. Einleitung und Rückblick
Kommunalwahlen 2026 - Piding braucht Sachlichkeit, Schwung und neue Ideen
Im März 2026 wählen die Pidinger Bürgerinnen und Bürger den Bürgermeister und 20 Frauen und Männer in den neuen Gemeinderat, die in den kommenden sechs Jahren ihre Interessen vertreten sollen. Einiges ist in den letzten Jahren entschieden und angepackt worden. Unter schwierigeren Rahmenbedingungen aufgrund des Angriffskriegs gegen die Ukraine, steigender Preise und wirtschaftlicher Stagnation steht unsere Gemeinde nun vor großen Herausforderungen. Deswegen wollen wir entschlossen anpacken: mit Zuverlässigkeit, Sachlichkeit und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Dafür stehen unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat gemeinsam mit dem gesamten Ortsverein der SPD Piding. Mit diesem Programm machen wir deutlich, wie wir in den nächsten sechs Jahren die Weichen zum Wohl unserer Gemeinde stellen wollen.
Rückblick
Einige wichtige Projekte wurden in den letzten sechs Jahren angepackt: Das neue Feuerwehrhaus ist fertiggestellt, der Bau der neuen Kindertagesstätte hat begonnen und es wurde eine Entscheidung über den Standort des neuen Rathauses getroffen. An all diesen Entscheidungen hat unser SPD-Gemeinderat mitgewirkt und sich immer wieder für eine zügige Umsetzung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger stark gemacht. Im neuen Gemeinderat wollen wir nun mit einer gestärkten Fraktion mit unserer Arbeit überzeugen und weitere Fortschritte erzielen.
II. Für ein soziales Piding
Gut und bezahlbar wohnen
Aufgrund der Nähe zu Salzburg und der guten Verkehrsanbindung sind auch in Piding in den letzten Jahren die Grundstückspreise und Mieten deutlich gestiegen; unsere Gemeinde hat nur knapp die Aufnahme in die Liste des Freistaats Bayern der Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt verpasst. Weiterhin tun sich besonders junge Familien mit Kindern schwer, in Piding eine gute und bezahlbare Wohnung zu finden. Deswegen brauchen wir hier dringend weitere Investitionen und Initiativen der Gemeinde.
Wir wollen in den nächsten sechs Jahren weiterhin die kommunalen Wohnbauträger stärken. Die Projekte im Bereich Lindenstraße / Auenstraße haben gezeigt, wie eine attraktive Sanierung und Neuschaffung von kommunal gefördertem Wohnraum aussehen können. Deswegen wollen wir die Zusammenarbeit mit dem Wohnbauwerk weiter verstärken und unterstützen ausdrücklich eine weitere Kapitalerhöhung und Ausdehnung auf den gesamten Landkreis. In Piding wollen wir flächensparend weitere Projekte anschieben. In Piding gibt es eine Vielzahl von bereits überbauten und erschlossenen Flächen wie Parkplätze und Einzelhandelsbetriebe, die sich für eine zusätzliche Nutzung durch Wohnbebauung eignen; in der Auenstraße gibt es dazu auch bereits ein erfolgreich umgesetztes Projekt. Diese flächensparende Art des Bauens wollen wir in den nächsten sechs Jahren mit öffentlichen oder privaten Trägern voranbringen. Zugleich werden wir die Bemühungen zum freiwilligen Tausch von Wohnungen zwischen Jung und Alt unterstützen. Damit dies gelingt, soll bei allen neuen Projekten Barrierefreiheit oder zumindest eine barrierearme Umsetzung der Standard sein; es gibt auch einen steigenden Bedarf an behinderungsgerecht ausgestatteten Wohnungen. So können ältere Menschen länger selbst bestimmt in ihren eigenen vier Wänden bleiben oder eher bereit sein, in eine für ihre Bedürfnisse besser geeignete Wohnung in ihrer Heimatgemeinde zu wechseln. Alle Bemühungen der Bürgerinnen und Bürger für barrierefreie Lösungen wollen wir durch die bestmögliche Beratung der Gemeinde bei Förderanträgen unterstützen. Bisher gibt es in Piding keinen genossenschaftlichen Wohnungsbau. Wir wollen in der kommenden Wahlperiode mindestens ein solches Projekt in unserer Gemeinde anbieten, damit auch Normalverdiener ohne Grundstückseigentum sicher vor Kündigung und hohen Mietsteigerungen in den eigenen vier Wänden leben können.
Um Transparenz und Fairness zwischen Vermietern und Mietern zu verbessern, wollen wir die Diskussion über einen qualifizierten Mietspiegel für Piding neu anstoßen. Die Umwandlung von Büros in Wohnraum wollen wir erleichtern, um neue Chancen für Betriebe zur Gewinnung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu schaffen und die Nutzung von bestehenden Flächen flexibler zu gestalten. Um der Spekulation mit Grund und Boden in Piding entgegenzuwirken, wollen wir neue Baugebiete grundsätzlich nur dann ausweisen, wenn die entsprechenden Grundstücke zuvor von der Gemeinde erworben wurden oder im Rahmen von Projekten wie Einheimischenmodellen oder sozialer Bodennutzung überplant werden.
Beste Bildung und Betreuung
Zu einer kinder- und familienfreundlichen Gemeinde gehört für uns selbstverständlich eine gute Ausstattung der Grund- und Hauptschule, der Rupertusschule und der Kindergärten und -tagesstätten in Piding.
Wir wollen die Pidinger Schulen und Betreuungseinrichtungen für Kinder auf Dauer in ihrem Bestand sichern und die Ganztagsangebote weiter bedarfsgerecht ausbauen. Wir wollen eine vorausschauende Planung anstoßen, damit nicht wieder über viele Jahre Schülerinnen und Schüler in Containern untergebracht werden müssen.
Die Kindergärten und -tagesstätte in Piding werden wir so ausstatten und unterstützen, dass eine hochwertige und zuverlässige Betreuung immer gewährleistet ist. Für uns bleibt das Ziel, Bildung und Betreuung für alle Eltern und Kinder gebührenfrei anzubieten. Auf alle Fälle werden wir uns weiter dafür einsetzen, die Gebühren auf einem erträglichen Niveau zu halten.
Wir werden eine regelmäßige Befragung aller Eltern zum Angebot der Gemeinde für Kinder und Familien einführen, bei der die Nachfrage nach zusätzlichen Spielplätzen und anderen Angeboten in Piding ermittelt werden kann. Basierend auf der Sozialraumanalyse des Landkreises wollen wir eine eigene Untersuchung erstellen lassen, die Auskunft über zukünftige Entwicklungen geben kann.
Für die Kinder und Jugendlichen bieten die Vereine in Piding vor allem im Sport- und Brauchtumsbereich mit Unterstützung der Gemeinde ein sehr gutes Angebot. Darauf wollen wir uns nicht ausruhen, sondern dieses Angebot weiter fördern und ausbauen; auch die freie Jugendarbeit in Piding muss unbedingt unterstützt und fortgeführt werden. Als Ergänzung der „Rumpelkammer“ stellen wir uns ein Angebot vor, bei dem die Jugendlichen auch an ihren eigenen Treffpunkten von einem Jugendarbeiter aufgesucht werden. Wir wollen mehr Raum für junge Menschen schaffen, um Gemeinsamkeit zu erleben. Dazu gehören neben dem Vereinsleben auch das gemeinsame Feiern und die Möglichkeit, zusammen kreativ zu sein. Das Angebot an jugendorientierten Lokalen ist nicht erst seit Corona massiv zurückgegangen; wir wollen wieder stärker auf die Belange der jüngeren Menschen eingehen. Dazu gehört auch weiterhin ein attraktiver Skaterplatz in Piding.
Informieren und Angebote bündeln – ein Sozialbüro für Piding
Die Gemeinde und der Landkreis bieten vielfältige Möglichkeiten der Beratung und Hilfe an. Oft ist es für Betroffene schwierig, sich einen Überblick zu verschaffen und zu ihrem Problem die richtige Stelle schnell zu finden. Deswegen wollen wir in Piding ein Sozialbüro einrichten, dass die ehrenamtliche Arbeit in diesem Bereich unterstützt und umfassend über die Hilfs- und Beratungsangebote in unserer Gemeinde informiert.
III. Verkehr: Vorfahrt für Vernunft
Bestandsaufnahme
In den letzten sechs Jahren sind die Belastungen der Pidinger Bürgerinnen und Bürger durch den Autoverkehr in der Gemeinde und auf den großen Verkehrswegen Autobahn und Bundesstraße weiter gewachsen; der Ausweichverkehr über die Gemeinde hat weiter zugenommen. Die langjährige Diskussion über den Ausbau der Autobahn A 8 hat die Gemeinde gespalten und wurde von der Autobahndirektion in einer völlig stillosen Art und Weise beendet. Jetzt wollen wir die Weichen für mehr Vernunft in der örtlichen und überörtlichen Verkehrspolitik stellen.
Autobahn A 8
Die konkrete Umsetzung des Ausbaus der Autobahn A 8 im Bereich der Gemeinde Piding ist weiterhin nicht abzusehen. Nachdem über den Bestandsausbau Klarheit herrscht, muss alle Energie darauf gerichtet werden, einen Ausbau mit Augenmaß und dem optimalen Schutz der Anwohner vor Lärm und Abgasen zu erreichen. Wir sind weiterhin der Überzeugung, dass eine Gestaltung mit 4 Spuren und beiderseitigen Standstreifen (4+2) ausreichend ist. Wir setzen uns dafür ein, dass gemeinsam mit den anderen betroffenen Gemeinden Anger, Teisendorf und Bad Reichenhall eine Lösung gefunden wird, die für alle Pidinger Bürgerinnen und Bürger eine Entlastung von Lärm und Abgasen mit sich bringt und den Landschaftsverbrauch auf das notwendige Maß reduziert.
Bundesstraße B 20
Auch die Anwohner der Bundesstraße sind großen Belastungen ausgesetzt. Wir wollen einen neuen Vorstoß machen, um gemeinsam mit den Grundstückseigentümern, den Planungsbehörden und den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für einen besseren Schutz vor Lärm und Abgasen zu sorgen. Eine Erweiterung der B 20 lehnen wir strikt ab.
Wir begrüßen die auch im Landkreis-Mobilitätskonzept enthaltene Forderung nach einem Vollanschluss der B 21 im Bereich Schwarzbach zur Entlastung der B 20.
Innerörtlicher Verkehr
Der Verkehr innerhalb des Ortes hat zugenommen, was auch an Fahrzeugen liegt, die Piding als Ausweichstrecke bei den immer häufigeren Stockungen auf der B 20 nutzen. Wir wollen dem mit einer Planung entgegentreten, die für eine Entlastung auch im innerörtlichen Bereich sorgt – dauerhaft und unabhängig von Baumaßnahmen zur Sanierung der Bundesstraße.
Um den Ausweichverkehr zu reduzieren, werden wir Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung und vor allem die Chancen optischer Barrieren zur Reduzierung der Geschwindigkeit von durchfahrenden Fahrzeugen nutzen.
Öffentliche Verkehrsmittel
Die SPD hat sich in Piding immer konsequent für die öffentlichen Verkehrsmittel eingesetzt. Eine echte Entlastung vom Autoverkehr kann es nur mit einem attraktiven, aufeinander abgestimmten System von Bahn und Bus geben. Nach den ersten Fortschritten am Pidinger Bahnhof braucht es jetzt:
S-Bahn-Verkehr mit ½-Stunden-Takt zwischen Salzburg – Freilassing - Berchtesgaden
Weitere Gestaltung des Außenbereichs des Pidinger Bahnhofs als Verkehrsdrehscheibe mit:
Lademöglichkeiten für Elektromobilität
Erhalt und Verbesserung der Busverbindungen einschließlich des neuen On-Demand-Angebots durch den Landkreis
Nutzung der Chancen autonomer Verkehrsmittel im öffentlichen Verkehr zu Angebotsverbesserungen
Neue Wege bei der individuellen Mobilität durch die Kombination von öffentlichen und privaten (Taxi) Angeboten
Rad- und Wanderwege
Wir werden uns weiter für ein lückenloses Radwegenetz ohne Gefahrenstellen in Piding einsetzen; höchste Priorität hat die Anbindung von Urwies. Wir wollen sowohl den touristischen Aspekt des Radfahrens bei uns fördern als auch schnelle Verbindungen innerhalb und außerhalb der Gemeinde für Menschen schaffen, die ohne Auto mobil sein wollen. Wir wollen den im Mobilitätskonzept des Landkreises dargestellten Vorschlag einer schnellen Radwegverbindung zwischen Freilassing und Bad Reichenhall wieder aufgreifen und umsetzen. E-Fahrräder können einen echten Anteil für die Entlastung vom Autoverkehr auch in unserer Region leisten. Die Pidinger Wanderwege wollen wir erhalten, in einem guten Zustand bewahren und für eine fußgängerfreundliche Gemeinde mit kurzen und sicheren Wegen sorgen. Dazu gehört für uns auch eine ausreichende Anzahl von gut instand gehaltenen öffentlichen Bänken und Sitzgelegenheiten. Als zusätzlichen Beitrag für das Sport- und Freizeitangebot wollen wir prüfen, ob eine moderne Version des früher sehr populären „Trimm-Dich-Pfads“ in der Pidinger Au mit vernünftigem Aufwand umsetzbar ist. Damit der Aufenthalt in der Natur für alle ein positives Erlebnis bleibt, wollen wir für verbesserte Sauberkeit auf allen öffentlichen Wegen und besonders in der Pidinger Au sorgen. Dazu gehört auch ein verbessertes Angebot von öffentlichen Toiletten.
IV. Klimaschutz: die Herausforderung unserer Zeit
Energie sparen und nachhaltig erzeugen
Zurecht fordern nicht nur junge Menschen entschlossene Maßnahmen zum Schutz des Klimas und unserer Umwelt. Wir wollen in den drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität bei der Einsparung von Energie und ihrer nachhaltigen Erzeugung in Piding echte Fortschritte erzielen. Angesichts des Angriffskriegs auf die Ukraine sehen wir darin auch einen Beitrag zur Versorgungssicherheit in unserer Gemeinde. Unsere Vorschläge für eine Verkehrswende sind unter Punkt III. zusammengefasst.
Beim Thema Wärme wollen wir nicht nur im öffentlichen Bereich die Niedrigenergiebauweise für Neubauten als Standard setzen und zugleich die energetische Sanierung von Altgebäuden vorantreiben. Die Gemeinde soll Privatleuten und Unternehmen in Piding den Weg durch den Förderdschungel von Bund und Land erleichtern und sie aktiv bei der Umsetzung ökologisch nachhaltiger Lösungen begleiten.
Wir wollen auf den Untersuchungen und Vorschlägen des vom Landkreis erstellten Energienutzungsplans aufbauen, die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umsetzen und dabei alle Chancen der Kraft-Wärme-Kopplung und auch innovativer neuer Technologien nutzen. Bereits bei der Planung von Baugebieten soll neben der Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel auch ein abgestimmtes Energiekonzept erstellt werden.
Regional, saisonal, fair
Die Gemeinde soll alle Möglichkeiten nutzen, um regional erzeugte Lebensmittel und andere Produkte zu fördern und ein bewusstes Konsumverhalten nach dem Motto „regional, saisonal, fair“ zu unterstützen. Dazu gehört auch, Einrichtungen wie den Second-Hand-Shop der Arbeiterwohlfahrt und den kirchlichen Eine-Welt-Laden nachhaltig zu unterstützen.
Strom nachhaltig erzeugen
Bei der Stromerzeugung setzen wir auf einen weiteren Ausbau der Photovoltaik, die mit einer Zunahme der Elektromobilität weiter an Bedeutung gewinnen wird. Wir wollen auch die Möglichkeit zur Schaffung von kommunalen Speichereinheiten prüfen, um auch Hauseigentümern mit beschränktem Budget die vollen Vorteile einer PV-Nutzung zu eröffnen. Die Ladeinfrastruktur für E-Moblität wollen wir in Piding weiter ausbauen.
V. Piding gemeinsam gestalten
Ortsentwicklungskonzept ernst nehmen
Viele Piding Bürgerinnen und Bürger haben sich ehrenamtlich stark eingesetzt, um gemeinsam das Ortsentwicklungskonzept für unsere Gemeinde zu gestalten. In der kommenden Wahlperiode endet der ursprünglich angesetzte Zeitraum bis 2030. Es wird damit höchste Zeit, um einen neuen Prozess für ein Update des Ortsentwicklungskonzepts in Gang zu bringen. Wir machen uns für eine breite, demokratische Beteiligung an diesem Prozess stark. Anschließend darf das Ergebnis nicht in Schubladen verschwinden, sondern soll den Maßstab und die Orientierung für die Gemeindepolitik bilden und auch alltägliche Entscheidungen prägen. Wir wollen eine berechenbare und nachhaltige Ortsentwicklung, die Piding vor Zersiedelung schützt und dem Flächenverbrauch Grenzen setzt. Damit setzen wir auch die richtigen Zeichen für die bäuerliche Landwirtschaft in unserer Gemeinde, die wir auf Dauer erhalten wollen. Und wir sichern das wichtigste Kapital unseres Tourismus: die wunderbare Landschaft.
Der Spekulation mit Grund und Boden in Piding werden wir mit aller Entschlossenheit entgegentreten. Neues Bauland soll grundsätzlich nur nach Erwerb der Flächen durch die Gemeinde ausgewiesen werden
Bürger aktiv beteiligen
Bei allen großen Entscheidungen in den nächsten Jahren wollen wir die Bürger nicht nur frühzeitig und vollständig informieren, sondern auch umfassend beteiligen. Wenn Entscheidungen besser erklärt und vermittelt werden, lässt sich viel Ärger und auch Verdrossenheit in der Kommunalpolitik vermeiden. Bei allen Projekten braucht es von Beginn an eine gute Kommunikationsstrategie, die vor allem in der konkreten Umsetzungsphase alle Medien nutzt und auch kurzfristige Entwicklungen konsequent kommuniziert.
Nachhaltig wirtschaften
Unsere Gemeinde ist mit Handelsbetrieben auch von überregionaler Bedeutung sehr gut versorgt. Wir wollen deshalb in den nächsten Jahren den besonderen Schwerpunkt auf die Förderung der ansässigen und neuen Gewerbebetriebe und die Sicherung und Schaffung von gut bezahlten Arbeitsplätzen legen.
Der Tourismus spielt für unsere Gemeinde nach wie vor eine wichtige Rolle. Wir setzen weiterhin auf den Dauerurlauber, der immer wieder nach Piding kommt und unsere Gemeinde als liebenswerte "Urlaubsheimat" ansieht. Den wichtigsten Beitrag dafür sehen wir im Erhalt der noch vorhandenen dörflichen Struktur und dem Schutz der heimischen Natur und Umwelt.
Die getätigten und begonnenen Investitionen in Feuerwehrhaus, Kinderbetreuung und Rathaus sind dringend erforderlich, dürfen den Gemeindehaushalt aber nicht überfordern. Nachhaltig wirtschaften heißt für uns, bei diesen Projekten auf eine optimale Energiebilanz zu setzen. Mittel- und langfristig wollen wir in Piding Ausgaben und Einnahmen ausgleichen und die Verschuldung Zug um Zug abbauen. Nach langen Diskussionen gab es im Gemeinderat eine Entscheidung für ein neues Rathaus in der Nähe des Bahnhofs; es wurde dazu eine gelungene und nachvollziehbare Planung erstellt. Es werden dadurch keine Chancen für die Stärkung des ÖPNV verspielt. Zusätzlich bietet die Nutzung des bisherigen Standorts eine Chance, auch in Piding-Dorf gute und bezahlbare Wohnungen in kommunaler Hand zu schaffen. Nachdem auch eine Sanierung mit einem erheblichen Kostenrisiko verbunden ist und zusätzlich die Beschäftigten der Gemeinde und die Bürgerinnen und Bürger während der Bauphase Belastungen aussetzt, stehen wir zu der getroffenen Entscheidung und unterstützen die Pläne für einen Neubau in Bahnhofsnähe.
Wir wollen mit Augenmaß die Möglichkeiten zur Gewinnung erneuerbarer Energien in unserer Gemeinde nutzen und alle Bürgerinnen und Bürger beim Energiesparen besser informieren und fördern. Auch die Ortsplanung kann viel zu Umweltschutz und Energiesparen beitragen: mit mehr Grün im Ort, einem aufgelockerten Ortsbild und einem Schwerpunkt auf Energieeinsparung und ökologischem Bauen bei neuen Projekten.
Im Jahre 2026 sollten ein flächendeckendes Angebot für schnelles Internet in Piding eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Wir wollen die bestehenden Lücken nach dem Scheitern einiger bisheriger Bemühungen nun schnell schließen.
Daseinsvorsorge: fair und gut in öffentlicher Hand
Wasser, Abwasser und Bauhof sind bei der Gemeinde in guten Händen. Wir wollen diese Bereiche auf Dauer in gemeindlicher Hand sichern und wenden uns strikt gegen eine Privatisierung. Bei öffentlichen Aufträgen werden wir sicherstellen, dass diese nur an Firmen mit Tarifverträgen und anständigen Löhnen vergeben werden. Der gemeindliche Wertstoffhof ist zwischenzeitlich an den Landkreis übergegangen. In der Diskussion über die Zukunft dieser wichtigen Einrichtung werden wir uns für eine bürgerfreundliche, finanziell verantwortliche Lösung stark machen.
Daheim in Piding - Kultur und Brauchtum
Brauchtum und Tradition spielen in Piding eine wichtige Rolle. Die vielen Angebote von Kultur und Musik in diesem Bereich wollen wir erhalten und fördern. Wo immer möglich, wollen wir die Kreativität und das eigene Engagement der Bürgerinnen und Bürger im kulturellen Bereich aktivieren: von der Kleinkunst über Literaturabende und Ausstellungen bis zu Auftrittsmöglichkeiten für regionale Bands. Jedes zusätzliche Angebot ist hier eine echte Bereicherung für unser Gemeindeleben.
Mehr Demokratie wagen – Bürgerbeteiligung fördern
Wir wollen auf allen Ebenen das Engagement und Interesse der Bürgerinnen und Bürger für das Gemeindeleben fördern: unabhängig davon, ob sie in Piding tief verwurzelt sind oder erst in den letzten Jahren in unsere Gemeinde gekommen sind. Die Pidinger Vereine, die Agenda 21 und viele andere Möglichkeiten wollen wir nutzen, um für mehr Miteinander in Piding zu werben und dabei auch neue Wege gehen.
Sie entscheiden!
In den kommenden sechs Jahren werden sich immer wieder Themen und Fragen stellen, die sich jetzt noch nicht voraussehen lassen. Mit diesem Programm wollen wir die Grundsätze darstellen, denen sich die Kandidatinnen und Kandidaten der Pidinger SPD verpflichtet fühlen: eine nachhaltige Entwicklung für unsere Gemeinde, die wirtschaftliche Stärke mit ökologischer Vernunft und sozialem Zusammenhalt verbindet.
Am 8. März 2026 entscheiden Sie darüber, ob diese Grundsätze zukünftig die Politik in unserer Heimatgemeinde prägen werden. Wir bitten Sie um Ihr Vertrauen für unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat und freuen uns auf vielfältige Diskussionen.